KELLER THEATER WINTERTHUR

 

Uraufführung

FELL

VON FLORENCE READ

 

Mit Sibilla Semadeni und John Wesley Zielmann Regie Johanna Zielinski
Dramaturgie Zoé Kilchenmann Ausstattung Benjamin Burgunder Licht Patrick Hunka
Technik Alice Schönenberger

 

Das Ehepaar Joy und Len steckt mitten in einer Ehekrise. Über die Jahre haben sich Ereignisse gehäuft, die ihre Ehe belasten. In einer heissen Sommernacht entladen sich die angestauten Emotionen, als die hochschwangere Joy ihren Mann in einem Kaninchenkostüm auf dem Dachboden überrascht. Sie versucht herauszufinden, was der Grund für seine ungewöhnliche Erscheinung ist. In rasanten Dialogen werden verschiedene Erklärungsmöglichkeiten aufgeboten. Sie reichen von sexuellen Phantasien bis zu tierschützerischen Ambitionen gegen die Firma, für welche Joy arbeitet und welche Tierversuche duchführt. Schliesslich offenbart Len den wharen Grund: Er will von nun an als Kaninchen leben. Er sei kein Mann mehr und wäre im Inneren schon immer "irgendwo" ein Kaninchen gewesen. Von da an beginnt die Situation zu eskalieren. Joy kann seinen Standpunkt weder nachvollziehen noch akzeptieren. Len ist fest davon überzeugt, dass er endlich das gefunden hat, wonach er immer gesucht hat. Sein ewiges Suchen hingegen ist für Joy der Beweis, dass seine "Kaninchen-Identität" ebenfalls nur eine seiner Phasen ist.
Joy versucht mit allen Mitteln, ihren Mann wieder in die "reale" Welt zurückzuholen. Doch obwohl Len sich in seine Argumente verstrickt und sich widerspricht, kann er nicht von seinem Standpunkt abrücken.

 

Ein herausforderndes Stück, das mit seinen wunderbar komischen Dialogen unterhält und das allgegenwärtige Thema der Toleranz von einer neuen Seite beleuchtet.

 

PRESSE
Interview mit NORMAN SPENZER auf Radio Stadtfilter

Thierry Frochaux, P.S.

 

Mit freundlicher Unterstützung der Fachstelle Kultur Kanton Zürich, der Walter Haefner Stiftung, der S. Eustachius-Stiftung und der Jürg George Bürki-Stiftung

  

Aufführungsrechte Kaiser Verlag Wien