KELLER THEATER WINTERTHUR

 

 

WORTORT 6 - WERKSTATT

BLICK HINTER DIE KULISSEN

MIT JULIA WEBER    MODERATION: PETER MORF

 

Im WORTORT 6 - BLICK HINTER DIE KULISSEN ist diesmal Julia Weber bei Peter Morf, dem ehemaligen Leiter des Bidlungsgangs literarisches Schreiben, zu Gast, um sich mit ihm über ihren Romanerstling IMMER IST ALLES SCHÖN (Limmatverlag 2016) in einem Werkstattgespräch zu unterhalten. Dabei soll zur Sprache kommen, aus welchen Motiven der Roman entstanden ist, wie in Erzählweise und Sprachgestaltung besondere Sichtweisen auf die Welt einfliessen, um schliesslich die Wirkung des Romans zu besprechen. Dazwischen wird Julia Weber verschiedene Passagen aus ihrem Buch lesen.

 

DIE AUTORIN
Julia Weber verbrachte ihre ersten beiden Lebensjahre in Tansania, danach kehrte ihre Familie nach Zürich zurück, wo sie aufwuchs. Nach einer Berufslehre als Fotografin und anschliessender Matura studierte sie «Literarisches Schreiben» am Schweizerischen Literaturinstitut in Biel. Sie lebt und arbeitet heute mit Mann und Kind in Zürich. Julia Weber ist Gründerin des Literaturdienstes und Mitglied der Gruppe «Literatur für das, was passiert».

 

2017 erschien ihr Roman IMMER IST ALLES SCHÖN im Limmatverlag. Auf tragikomische Weise erzählt dieser die Geschichte einer Familie, deren Leben alles andere als einfach ist. Da sind die beiden Kinder Anais und Bruno, die ihre Mutter Maria vor der Aussenwelt zu schützen versuchen, erzählt aus einer überraschend kindlichen Perspektive der Tochter. Einzubrechen droht die Aussenwelt mit Männern, die Haare auf der Brust tragen, aber auch immer wieder mit einem Glas Wein, das die Mutter gerne trinkt. Und je mehr diese Aussenwelt in die Familie eindringt, desto mehr ziehen sich die Kinder in ihre Fantasiewelt zurück. Durchsetzt ist diese Entwicklung von ergänzenden Ich-Erinnerungen der Mutter Maria, die ihre Geschichte, zärtlich verzweifelt, erzählt.

 

PRESSE
«Julia Weber erzählt den Roman mit zwei Stimmen. Im Wechsel kommen Anais und Maria zu Wort, eher munter, nie larmoyant. Sie erzählen in Schleifen und feinen Schraffuren, verschweigen und zeigen, sie setzen immer wieder neu an, variieren, präzisieren, addieren, in wechselndem Rhythmus und in virtuos strukturierten Sätzen. So bleibt alles in einer Schwebe, die sich mühelos verbünden kann mit der leichten Melancholie, die über dem Ganzen liegt. Ein hinreissendes Buch.» Martin Zingg, NZZ am Sonntag