KELLER THEATER WINTERTHUR

 

 

Schweizer Erstaufführung

DIE UNTERBLIEBENEN WORTE

VON RUPERT HENNING    

 

Mit Miriam Japp und Florian Steiner
Regie: Udo van Ooyen
Bühne und Kostüm: N.N.

 

ZUM STÜCK
Mari Jókai ist Mitte Vierzig. Sie lehrt an der Universität. Ihr Fachgebiet: Erziehungswissenschaft. Eines Tages wird sie in ihrem Büro von zwei Kripobeamten erwartet, die sie bitten, sie zum Sicherheitsbüro zu begleiten. Sie soll sich ein Video ansehen. Auf dem Band ist ein junger Mann zu sehen. Sein Name ist David Weber, er ist Anfang Zwanzig, studiert im dritten Semester Medizin, wirkt sympathisch, klug, einnehmend. Doch er kündigt etwas an, das gegen alle Vernunft zu verstoßen scheint. Eine „unfassbare“ Tat. Gewalt, die scheinbar ohne Ursache ist. Und er nennt den Namen einer Person, die sein Handeln, wie er sagt, erklären kann: Mari Jókai. Kann sie die Tat rechtzeitig verhindern? Vor- und Rückblenden sowie die Gleichzeitigkeit von Vergangenheit und Gegenwart machen aus dem intelligent verwobenen Stück einen packenden Thriller, dem es gelingt, über marode Gesellschaftsprinzipien und -strukturen zu reflektieren, ohne akademisch zu sein. Ein konzentrierter Theaterabend aus dem Heute geschnitten.

 

AUTOR
Rupert Henning, 1967 in Klagenfurt geboren, studierte Geschichte und Anglistik. Seit 1984 ist Henning als Autor tätig, unter anderem für Fernsehen und Radio in den verschiedensten Genres, und auch als Übersetzer. Seit 1986 arbeitet Henning auch als Schauspieler und Regisseur für verschiedene Bühnen (zum Beispiel Theater in der Josefstadt, Theater Drachengasse, Graumann-Theater, Studiobühne Villach, Schauspielensemble Wien). Im Jahr 2009 hat Rupert Henning gemeinsam mit anderen österreichischen Filmschaffenden die Akademie des Österreichischen Films gegründet, in deren Vorstand er sitzt. Sein Stück DIE UNTERBLIEBENEN WORTE wurde Anfang 2017 Stoff für einen „Tatort“: „Schock“.

 

PRESSE
„Hennings Drama ist klug, stark, wertneutral.“ Der Kurier, Wien