KELLER THEATER WINTERTHUR

 

 

BENEFIZ - JEDER RETTET EINEN AFRIKANER

VON INGRID LAUSUND

 

Mit Iris Böhm, Christian Kerepeszki, Max Landgrebe, Bjarne Mädel und Vanessa Stern
Text und Regie: Ingrid Lausund
Ausstattung: Beatrix Von Pilgrim
Produktionsleitung: Hannah Pelny
Gastspielmanagement: Eva-Karen Tittmann

 

ZUM STÜCK
Fünf Personen proben eine Wohltätigkeitsveranstaltung für eine Schule in Afrika. In ihren Reden und Wirkungsanalysen des Gesagten und Vorgeführten verheddern sie sich haltlos in ihrem Anspruch politischer Korrektheit, in Pauschalisierungen und Vorurteilen.  Wie ist die richtige Betonung von “Hungerkatastrophe“?  Wie geht man mit dem Klischee der “armen schwarzen Kinder“ um? Sterben jährlich 8 Millionen oder 80 Millionen Menschen an Unterernährung? Der Versuch den Spendenabend angemessen zu gestalten entwickelt sich mehr und mehr zu einer verrutschten Probe und zu einem Schaulauf der eigenen Eitelkeiten. Der Text über Solidarität endet mit Türenknallen, die selbst gebastelte Palme fliegt schließlich aus dem Programm und das afrikanische Volkslied führt nicht nur musikalisch zu Verstimmungen. Ein Eiertanz zwischen Gutgemeintem und Schlechtgeprobtem, eine Auseinandersetzung über Menschenwürde und wer zu wenig in die Kaffeekasse eingezahlt hat. Ein Abend über falsche Betroffenheit, echte Betroffenheit und inszenierte Betroffenheit.

 

DIE AUTORIN
Ingrid Lausund, geboren in Ingolstadt. 2000 bis 2005 Hausautorin und -regisseurin am Deutschen Schauspielhaus Hamburg. Parallel inszenierte sie am Schauspiel Köln. Seit 2004 freie Autorin und Regisseurin. Unter dem Pseudonym Mizzi Meyer verfasst sie seit 2011 bislang 30 Drehbücher zur Fernsehserie "Der Tatortreiniger", dessen Hauptdarsteller Bjarne Mädel in vielen ihrer Inszenierungen und auch in "Benefiz - Jeder rettet einen Afrikaner" auf der Bühne steht. Ingrid Lausund lebt in der Bretagne und in Berlin.

 

PRESSE
"Ein Theaterstück wird zum Kult." NRZ
„Eine hinterhältige Satire auf den Entwicklungshilfebetrieb und seine Spendensammler.“ AZ München
„Ein köstlich-bissiger Eiertanz rund um die Moral des Helfens und Spendens.“ Kronen Zeitung
„Das wandelt wunderbar auf dem schmalen Grat zwischen Kabarett und Publikumsbeschimpfung, zwischen Argumenten und Slapstick, zwischen Sachinformation und Kommunikations-Satire. Das ist psychologisch fein beobachtet und theatralisch wirklich witzig auf den Punkt gebracht. Das lebt von fünf großartig präzisen Darstellern.“ Rheinische Post
„Ein grossartiges Stück. Der Autorin und Regisseurin gelingt es, sämtliche Klischees zum Thema Afrika in Verbindung mit der dahinterstehenden Not auf den Punkt zu bringen.“ Schleswigholsteinische Zeitung
„Eine intelligente und komödiantische Antwort auf Bigotterie und Dekadenz.“ Theaterkritiken