KELLER THEATER WINTERTHUR

 

 

ALINE

NACH CHARLES FERDINAND RAMUZ

 

Realisation/Spiel/Tanz: Regula Imboden und Judith Bärenfaller-Zurwerra
Film: Manuel Lobmaier

 

Eine Produktion von Artichoc und imboden-production Koproduktion mit frauenstimmen-festival Brig, unterstützt von Kanton Wallis, Loterie Romande, Gemeinde Brig

 

ZUM STÜCK
Die einfache ländliche Geschichte erzählt von Aline, die mit ihrem arglosen Gemüt und ihrem spröden Charme berührt. Kaum siebzehn, lernt sie mit dem Bürgermeistersohn Julien, heimlich die Liebe kennen. Und als er ihrer überdrüssig ist, fehlt ihr auf einmal „das, was das Leben wieder süss macht, wenn einmal die Kindheit, die wie Zucker schmeckt, vorbei ist“. Naiv und ahnungslos ringt Aline, die Tochter einer armen Witwe, um den nichtsnutzigen, aber reichen Julien. Doch als sie sich schwanger fühlt, wird ihr Werben zu einem Ringen auf Leben und Tod.

 

Die drei KünstlerInnen verbinden in Aline Tanz, Film und Literatur und setzen Ramuz’ Erzählung in einen modernen Kontext. Das Geschehen spiegelt Sehnsucht, Liebe und Tod. Packend und brisant. Damals wie heute.

 

DER AUTOR DER VORLAGE
Charles Ferdinand Ramuz gilt als bedeutendster Vertreter der Schweizer Literatur in französischer Sprache. Er wurde am 24. September 1878 in Lausanne geboren; sein Vater hatte ein Kolonialwarengeschäft und war später Weinhändler. Nach dem Collège classique besuchte Ramuz das Gymnasium und liess sich 1896 in der philosophischen Fakultät einschreiben. Ein Aufenthalt in Karlsruhe hinterliess wenig Erinnerungen, dafür den Entschluss, Dichter zu werden. Nicht ohne Schwierigkeiten erhielt er vom Vater die Erlaubnis, seine Studien in Paris fortzusetzen, um eine Doktorarbeit über den Dichter Maurice de Guérin zu schreiben. Daraus wurde nichts, dafür fand er sich in Paris als Dichter. Mehr als zehn Jahre verbrachte er – mit längeren Unterbrüchen – in Paris. Dort lernte er auch seine Frau kennen, die Malerin Cécile Cellier. Im Krieg lernte er Igor Strawinsky kennen; aus ihrer Zusammenarbeit entstand die «Histoire du Soldat». Von 1926 an veröffentlichte der Pariser Verlag Grasset seine Werke. 1936 erhielt er den Grossen Preis der Schweizer Schillerstiftung. Ramuz starb am 23. Mai 1947 in Pully bei Lausanne.